Catman: Ein Mann und sein Motorrad

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Scharfes Teil: Siggi und seine Pussycat. Auf ihr macht der 75-Jährige die Straßen unsicher. Foto: Celina de Cuveland

Wer ihm begegnet, wird ihn nicht wieder 
vergessen: Sigurd Broichhaus ist der Catman. Mit seinem Motorrad fährt der 75-Jährige im Leoparden-Look durch Deutschland. In der Szene ist er bekannt, vor allem am Nürburgring und an der Mosel ist er häufig anzutreffen. Doch wer steckt hinter diesem Mann, der sich und seine BMW zur Gänze in Kunstfell kleidet?

Eins kann ich euch verraten: Siggi, wie er sich gern vorstellt, kann noch mehr als bloß im skurrilen Katzenlook durch die Gegend zu brausen. In seinem Heimatort Bad Breisig am Rhein betreibt er eine Stimmungskneipe. Wer sie betritt, reist zurück in die Zeit der 80er und 90er. Fotocollagen mit Bildern aus längst vergangenen Partynächten zieren die Wände, es gibt Käsewürfel, Plastikblümchen und Lichterketten mit bunten Glühbirnen.

Wer jetzt neugierig ist auf diesen Mann, der so viel kann, aber niemals stillsitzen, folgt mir hierhin, in seine Kneipe, die früher mal die Garage des Hauses war.

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Das Mittelrheintal aus der Flasche

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Hinter dem Loredry Gin steckt ein ausgeklügeltes Marketing-Konzept. Der goldene Schriftzug etwa erinnert an das hellblonde Haar der sagenumworbenen Loredry. Foto: Loredry Gin

In einer Region, die bekannt ist für ihren Weißwein, hatten drei Brüder den Mut, einen Gin herzustellen, der zum Aushängeschild für das Mittelrheintal werden soll. Wie sie das erreichen wollen, das haben mir die Jungs von der Three Brothers Distillery verraten.

Meinen ganzen Text über den Loredry Gin – ja, der heißt wirklich so! – gibt’s ebenfalls in diesem feinen Gin-Magazin.

Preisgekrönt: Von der Schnapsidee zum Hirschberg Gin

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Max Weiß (links) und Simon Gunnemann sind stolz auf ihren Hirschberg Gin. Foto: Celina de Cuveland

Schmecken sollte er. Gut und ausgewogen, nicht zu alkohollastig, nicht zu sehr nach Wacholder. Und doch wie ein richtig edler Tropfen. Die Anforderungen an den Hirschberg Gin waren niedrig.

Trotzdem hat sich aus einer gewagten Idee eine Top-Spirituose entwickelt. Und das liegt vor allem an den beiden jungen Männern hinter dem Gin aus Hirschberg in Rheinland-Pfalz: Max Weiß und Simon Gunnemann. Sie sind ehrgeizig, sie sind Genießer und sie sind vor allem eines: Macher.

Ich habe Max Weiß und Simon Gunnemann getroffen, durfte einen Blick in die kleine Brennerei in Hirschberg werfen und schließlich über einen Gin schreiben, der es wirklich in sich hat!

Den ganzen Text gibt’s in diesem kleinen, aber feinen Gin-Magazin.

Eden auf Erden: Obst aus dem Paradies

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Nützlinge sind im Paradies immer willkommen: Dieser Admiral tastet die
Schale des Apfels nach weichen Stellen ab, um sich an seinem Saft zu laben. Das Grundstück oberhalb von Remagen ist eine einzigartige Oase voller Leben. Foto: Celina de Cuveland

Chemie hat es im Paradies in Remagen noch nie gegeben. Trotzdem gedeiht Obst dort großartig – weil ein Mann dort seinen Traum gelebt hat. Heinz Erven hat dort 1959 die erste biologische Versuchsanstalt in Deutschland eröffnet. Er war ein Pionier im Bereich des biologischen Obst- und Gemüseanbaus. Jetzt ist Erven längst Vergangenheit, das Grundstück verwildert. Der neue Pächter möchte nun alles wieder in Schuss bringen und Ervens Erbe hochhalten. Eine Spurensuche.

Der Artikel ist am 23. Dezember 2017 im Journal der Rhein-Zeitung erschienen.

Die Truckerin: Träume auf Asphalt

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Kleine Frau vor großem Truck: Von anderen Fahrern wird Alice auch mal angebaggert oder sogar blöd angemacht. Foto: Celina de Cuveland

Alice ist eine Frau in einer Männerwelt. Die 47-Jährige fährt mit ihrem 40-Tonner an fünf Tagen pro Woche durch Deutschland. Autoreifen oder Gussformen transportiert sie so. Doch das Leben als Frau auf der Autobahn ist hart.

Der Artikel ist im Journal der Rhein-Zeitung erschienen. Drei Tage lang bin ich mit Alice durch den Osten Deutschlands gefahren. Habe in ihrem Truck geschlafen, auf rasthöfen geduscht und habe mit ihr und ihrem Hund eine Gassi-Runde durch militärisches Sperrgebiet gedreht. Dabei habe ich viel gelernt über Lastwagen, das Leben auf der Autobahn und auch über die Gefahren, die einen als Lastwagenfahrerin erwarten.

Den ganzen Text gibt’s hier.

Bad Godesberg – Ein Stadtteil mit zwei Gesichtern

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Viele Freunde, Bekannte und Familienangehörige trauerten an dem Rondell in Godesberg, wo der 17 Jahre alte Niklas P. 2016 zu Tode geprügelt wurde. Foto: Celina de Cuveland

Immer wieder gerät der Bonner Stadtteil Bad Godesberg in die Schlagzeilen. Zuletzt wegen der tödlichen Prügelattacke auf Niklas P. aus Bad Breisig. Zwei Parallelgesellschaften leben dort – und das läuft nicht immer friedlich ab. Ich habe genau hingesehen, den Stadtteil umgekrempelt, immer auf der Suche nach Antworten.

Die Millieustudie ist im Journal der Rhein-Zeitung erschienen. Den Text gibt es hier.

Wo ist Karl?

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Jeden Wanderweg suchten die Bergretter ab. Doch nirgendwo fanden sie eine Spur des Verschollenen. Foto: Arzu Sandal

Kann ein Mensch spurlos verschwinden? Im Tiroler Kaunertal rätselt man seit Monaten über den Verbleib eines deutschen Urlaubers. Die Bergwacht, die Alpinpolizei und die Angehörigen haben nicht den geringsten Hinweis.

Die Reportage ist im Abschlussmagazin „GO“ der Zeitenspiegel Reportageschule erschienen. Sie war 2015 für den Reporterpreis in der Kategorie „Beste Lokalreportage“ nominiert.

Zum Download des PDFs geht es hier.